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Commerzbank halten 04.12.2002
SEB
Die Analysten von SEB empfehlen in ihrem aktuellen AnlageFlash die Aktie der Commerzbank (WKN 803200) zu halten.
Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller habe gestern zum Verlauf des Großkundengeschäfts eine negative Prognose abgegeben. Danach drohe im laufenden Jahr aller Voraussicht nach ein operativer Verlust in diesem Kundensegment. Den 400 Mio. Euro erwarteten Erträgen stünden Wertberichtigungen in Höhe von 360 Mio. Euro gegenüber, die im wesentlichen auf die bekannten, sich in Insolvenz befindlichen Großkunden, wie z.B. Kirch Media, zurückzuführen seien.
Demgegenüber sei aber das Geschäft mit der mittelständischen Industrie ertragreich. Hier rechne der Vorstand mit Wertberichtigungen von etwa 270 Mio. Euro. Diese Daten, insbesondere zum Großkundengeschäft, seien wirklich nichts Neues, würden aber gerade im Hinblick der allgemein noch schwierigen konjunkturellen Situation auf Beachtung stoßen. Damit sei auch der jüngste Höhenflug der Commerzbank-Aktie erstmal gestoppt, welcher immerhin einen Kursgewinn von 30% in wenigen Tagen beschert habe und von Frankreichs führender Bank BNP Paribas ausgelöst worden sei.
Diese habe sich in einer Schnell-Auktion vorletztes Wochenende das staatliche 9,5%-Paket an CL Staat zu einem 50%-igen Aufpreis gesichert. Seit dieser Aktion sei europaweit allen bekannten und neuen Konzentrationsspekulationen (welche Bank dürfte/könnte mit wem zusammenkommen?, etc.) wieder Tür und Tor geöffnet. Auch zu diesem Thema habe Müller gestern Stellung genommen, indem er konstatiert habe, dass er grundsätzlich keine Einwände gegen eine Fusion innerhalb Deutschlands habe, welche er als einen ersten Schritt im Rahmen der europäischen Konsolidierung sehe.
Die Commerzbank-Aktie befinde sich momentan klar im Dilemma eines gravierenden Ertragstiefs und der neuen Übernahmespekulationen. Angesichts der anhaltenden Ertragsschwäche seien deutlich höhere Kurse nicht gerechtfertigt. Immerhin sei nicht nur für dieses Jahr, sondern im Hinblick eines nur moderaten Aufschwunges und weiterer Abschreibungsrisiken auch für nächstes Jahr ein Verlust je Aktie zu erwarten.
Angesichts der neuerlichen Konzentrationsbestrebungen könne die Aktie aber jederzeit wieder über das Kursziel von 10 Euro hinausschießen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür würden die Analysten aber gegenwärtig für relativ gering halten. Die Analysten würden zunächst beim Kursziel von 10 Euro bleiben.
Das Rating der Analysten von SEB für die Commerzbank-Aktie lautet "halten".
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